Den Bedarf bestimmen

Sie kaufen eine bestehende Immobilie

Beim Erwerb einer bestehenden Immobilie entstehen zusätzlich zum Kaufpreis Kosten, die nicht zu unterschätzen sind. Nach dem Kaufpreis ist sicherlich der Renovierungs- und Instandhaltungsaufwand die mächtigste Kostenstelle, denn in den seltensten Fällen ist die Immobilie bezugsfertig. Checken Sie die folgenden "Grundbedürfnisse" der Bezugsfertigkeit:

  • Fenster & Türen
  • Heizung
  • Dach
  • Sanitäre Anlagen
  • Elektrische Anlagen

Eine komplette Renovierung liegt im statistischen Mittel bei bis zu 50.000 Euro - dabei ist selten berücksichtigt, dass auch Um- und Ausbauten notwendig werden können. Diese Kosten können Sie ohne professionelle Hilfe schlecht ermitteln.

Die Maklercourtage ist ein bestimmter Prozentsatz der Kaufsumme, auf den der Vermittler einen rechtlichen Anspruch hat. Die Grunderwerbssteuer schlägt in Deutschland mit 3,5 Prozent des Gesamtkaufpreises zu Buche. Sie benötigen den Nachweis der Grunderwerbssteuerregelung, um das Grundstück als Ihr Eigentum in das Grundbuch eintragen zu können.

Zu den "Sonstigen Kosten" zählt die Grundbucheintragung inkl. der Notargebühren. Bei einem 150.000 Euro-Haus müssen Sie mit etwa 1300 Euro rechnen.


Bedenken Sie auch unbedingt, dass bei der Fremdnutzung - also bei Vermietung - vom Tag der Übernahme Einkommensteuer auf die Mieteinnahmen fällig werden.

Sie entscheiden sich für den Neubau

Neben den Baukosten gilt es zu allererst die Grundstückskosten zu bedenken. Neben dem Kaufpreis sind dies

  • Grunderwerbsteuer
  • Erschließungskosten
  • Verwaltungskosten

Je näher Sie an einer Stadt bauen wollen, je teurer wird das Grundstück. Ist das Grundstück erst einmal erworben muss in der Regel die Maklercourtage von nicht unter 3,48 Prozent gezahlt werden. Auf dem Land wird oft von Privat verkauft, auch ein Kaufangebot einer Gemeinde ist Courtage frei.


Die Grunderwerbsteuer beträgt wieder 3,5 Prozent des Grundstückswertes. Bei Bauträgermodellen muss die Grunderwerbsteuer auch für das geplante Gebäude entrichtet werden - es sei denn, die können nachweisen, dass das Grundstück seperat gekauft wurde. Es gibt weitere Möglichkeiten, die Grunderwerbsteuer auf das Grundstück zu reduzieren, z.B. wenn drei Angebote für den Bau eingeholt wurden und mit dem Bauträger letztendlich ein Vertrag abgeschlossen wurde. Hier lohnt es sich aber, professionellen Rechtsrat und kompetente Steuerberatung einzuholen.

Die Gebäudekosten umfassen alle Kosten, die zur kompletten Fertigstellung anfallen, also Planungs-, Rohbau- und Ausbau-Kosten, Baunebenkosten, Außenanlagen, Versicherungen und die Bauabzugssteuer.

Kosten können Sie sparen durch eigenes tätig Werden, also durch Eigenleistung, durch den Einsatz von Bauhelfern, Nachbarschaftshilfe, durch geschickten Materialeinkauf, aber auch durch Ausschreibungen und Verhandlungsgeschick.

Baunebenkosten umfassen alle Kosten vom Architekten bis zum Statiker, außerdem die anfallenden Verwaltungsgebühren und fällige Abnahmen oder Leistungen wie z.B. das Einmessen eines Hauses durch ein vereidigtes Vermessungsbüro.

Schlüsselfertiges Bauen erspart Ihnen die Mühe und lässt trotzdem Einenleistung zu.

Pflichtversicherungen müssen gezahlt werden.


Ob Bauabzugssteuer gezahlt werden muss, sollten Sie individuell klären, fällig wird diese ohnenin nicht bei rein privaten Baumaßnahmen

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